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Anthologie mit Texten aus der Frauenschreibgruppe „Beflügelnde Schreibeerlebnisse“ der Berliner Aidshilfe veröffentlicht

Bittersüße Geschichten„Bittersüße Geschichten. Geschichten vom Leben und Lieben“ lautet der Titel einer Anthologie, die Susanne Diehm und Jutta Michaud (SUDIJUMI) mit Unterstützung der Berliner Aidshilfe veröffentlicht haben.

Schreibend die Gesundheit fördern - positive Frauen helfen sich selbst
Mal leichtfüßig, mal bleiern, dann wieder voller überschäumender Energie und Lebensfreude sind die Geschichten, Gedichte und Betrachtungen, die von HIV-positiven Frauen verfasst wurden. Das Virus spielt beim Schreiben eine untergeordnete Rolle, wenn auch ein Kapitel des Buches dem Tag der Diagnose, dem Leben mit HIV und der Wut über die Alltagsdiskriminierungen gewidmet ist.
So haben die Autorinnen sich entschlossen, ihre Texte unter Pseudonym zu veröffentlichen, weil sie Benachteiligungen am Arbeitsplatz befürchten müssen.

Entstanden sind die berührenden wie lustigen Geschichten im Rahmen der Frauenschreibgruppe „Beflügelnde Schreiberlebnisse“, die SUDIJUMI – Susanne Diehm und ich - seit 2014 regelmäßig in den Räumen der Berliner Aidshilfe anbieten. Durch das Engagement der Frauenreferentin Fei Kaldrack wird die Gruppe mit Sponsorengeldern aus dem Fonds der Deutschen Aidshilfe unterstützt. Gruppen wie diese sollen die Selbstheilungskräfte der Frauen stabilisieren und die Resilienz stärken.

Dabei geht es in erster Linie um Selbstausdruck und um die Freude an der eigenen Kreativität, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und literarische Maßstäbe werden nicht angelegt. Dennoch entstehen in den 90minütigen Schreibsitzungen immer wieder anspruchsvolle Texte wie die im Buch veröffentlichten.

Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben (GKS) als innovative Methode
Susanne Diehm und ich haben das Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben (GKS) basierend auf den Erkenntnissen der Resilienz-, Glücks- und Kreativitätsforschung sowie der Psychoneuroimmunologie entwickelt. Wir kombinieren unsere Schreibimpulse in einer Abfolge, die unsere Gruppenteilnehmer an ihre Gefühle heranführen und ihnen durch mehrstufige Perspektivwechsel die Möglichkeit geben, erlebtes neu zu bewerten oder sich mit der Vergangenheit auszusöhnen.
Dass Schreiben bei unterschiedlichen Krankheitsbildern eine heilsame Wirkung hat und sich sogar positiv auf das Immunsystem auswirkt, wurde innerhalb der letzten Jahrzehnte wiederholt in umfangreichen Studien wissenschaftlich belegt. In der Gruppe fördert es das empathische Miteinander – ein Effekt, der sich quer durch alle mit Resilienzaspekten befassten Forschungsdisziplinen als bedeutsamer Stabilisierungs- und Genesungsfaktor erwiesen hat.

Von dem Buch erhoffen sich die Autorinnen ebenso wie die Herausgeberinnen mehr Sensibilität und Öffentlichkeit in doppelten Sinne: Für die Belange von Menschen mit HIV sowie für die heilsame Wirkung von Schreibinterventionen, die in Deutschland noch viel zu selten genutzt wird.
 
Für schreibinteressierte Frauen mit HIV: Sie können jederzeit in die laufende Gruppe einsteigen. Die Anmeldung läuft über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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