Literaturtipps

Mein Schatzkästchen: Literatur zur heilsamen Wirkung von Kreativem und Biografischem Schreiben

Die Kommentare geben meine persönliche Einschätzung der vorgestellten Bücher wieder. Insofern ist die Bewertung eine subjektive, auch wenn die wichtigsten Werke der aktuellen Literatur zum Thema Schreibwirkungsforschung Berücksichtigung fanden.

Cameron, Julia: Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität, , Pößneck 2009
Für mich d a s Buch schlechthin, wenn es um die Persönlichkeitsentwicklung durch Schreiben geht. Ein Selbsterfahrungsbuch mit vielen Schreibanregungen mit der Kraft, Leben zu verändern.

Fritz-Schubert, Ernst: Glück kann man lernen, Was Kinder stark fürs Leben macht, Berlin 2011
Der Autor ist einer der Initiatoren der Einführung des Schulfachs"GlücK" an einer Heidelberger Schule, die inzwischen Modellcharakter hat. In seinem Buch zeigt er gut nachvollziehbar, wie man die Ergebnisse der Glücksforschung mit kreativen Methoden alltagstauglich umsetzen kann.

Grabhorn, Lynn: Aufwachen. Dein Leben wartet. Die erstaunliche Macht der Gefühle, Pößneck, 2004
Kein Buch über Schreiben, aber eines, das sich hervorragend mit Schreiben verbinden lässt: Es geht um die Macht der Gefühle und wie man sie so steuern kann, dass man im auch dann sich zurück ins innere Gleichgewicht findet, wenn die das leben einen kräftig durchschüttelt.

Haussmann, Renate, Petra Rechenberger: Alles, was in mir steckt. Kreatives Schreiben im systemischen Kontext, Göttingen 2013
Meines Wissens die erste wissenschaftliche Verbindung von kreativ-biografischem und kreativ-therapeutischem Schreiben. Die Autorinnen haben ein Schreibwirkmodell entwickelt, in der Erfahrungen aus Coaching, systemischer Therapie, Achtsamkeitsmeditation und Ressourcenarbeit zusammenfließen.

Heimes, Silke: Schreib es Dir von der Seele. Kreatives Schreiben leicht gemacht, Göttingen 2011
Von der Geschichte des heilsamen Schreibens in der Antike, über das Zusammenspiel unserer beiden Gehirnhälften bis hin zur entlastenden Wirkung des Schreibens schreibt die Hamburger Professorin für Kunsttherapie mit leichter Hand. Sie stellt zahlreiche Schreibaufgaben vor, deren Wirkung der Leser ohne Vorkenntnisse ausprobieren kann. Nebenbei gibt sie hilfreiche Tipps zur Entwicklung spanungsreicher, gut lesbarer Texte.

dieselbe: Schreiben als Selbstcoaching, Göttingen 2014
Hilfe zur Selbsthilfe mit vielen gut kommentierten Übungen, mit dem man sehr gut arbeiten kann. Blutigen Anfängern würde ich jedoch vorher ein bis zwei geführte Stunden mit einem Qualifizierten Schreibcoach empfehlen.

 

Klein, Christian (Hrsg.): Grundlagen der Biographik. Theorie und Praxis des biographischen Schreibens, Stuttgart 2002
Entwicklung des Umgangs mit Biografien in der Literaturwissenschaft und Beziehungen zu den sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Theoretisch interessant, aber völlig ohne praktischen Nutzwert.

Maxeiner, Sandra, Hedda Rühle: Dr. Psych´s Psychopathologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie. Das Lehrbuch mit der Lustformel,Band I und II, Jerry Media Verlag Zollikon 2014
2x 900 Seiten kompaktes Wissen, übersichtlich, vielfältig und vor allem so vermittelt, dass Lernen Spaß macht. Ein Must-Have für alle, die sich psychologischen Fragestellungen beschäftigen und eine gute Grundlage benötigen.

Pennebaker, James W.: Heilung durch Schreiben. Ein Arbeitsbuch zur Selbsthilfe, Bern 2010
James Pennebaker hat mit seinen Forschungen zum Expressiven Schreiben in der Traumaarbeit in den 1980er Jahren Grundlagenarbeit geleistet. In zahlreichen in- und ausländischen Folgestudien wurden seine Ergebnisse imme wieder bestätigt: Schreiben heilt!

Rico, Gabriele: Garantiert Schreiben Lernen. Sprachliche Kreativität methodisch entwickeln – ein Intensivkurs auf der Grundlage der Gehirnforschung, Reinbek 1983
Tausendfach zitiert, nicht besonders spannend geschrieben. Gut: Kapitel 7: Sprachrhythmen. Vom kindlichen Umgang mit Klängen, Versen und literarischen Vorbildern. Dieses Kapitel dürfte sehr gut zum Poesie-Modul passen.

Scheuermann, Ulrike: Wenn morgen mein letzter Tag wär, So finden Sie heraus, was im Leben wirklich zählt,Knauer 2013.
Die Autorin zahlreicher Fachbücher zum Thema Schreiben beschäftigt sich hier auf sensible Art mit dem Tabuthema Tod. Ein Buch mit ausgezeichneten Übungen, die auchund gerade gesunden Menschen dabei helfen, aus einer anderen Perspektive auf ihr leben zu schauen.

Schulte-Steinicke, Barbara: Bilder werden Worte. Wirkungen und pädagogische Einsatzmöglichkeiten des Kreativen Schreibens, Berlin 2000
Mit Ansätzen aus der Tiefenpsychologie

Vopel, Klaus W.: Ich bin, woran ich mich erinnere. Autobiografisches Erzählen in der Gruppe, Salzhausen 2005
Lebenskapitelweise werden Erzählanlässe und Traumreisen in der Vergangenheit angeboten. Sehr schön! Eine Fundgrube besonders für das Biografische Schreiben mit älteren Menschen. Besondere Stärke dieses Buches: Passende Worte für die jeweilige positive Einstimmung auf Lebensthemen.

Von Werder, Lutz: Lehrbuch des Kreativen Schreibens, Wiesbaden 2007
derselbe: Schreib- und Poesietherapie. Eine Einführung, Weinheim 1995
derselbe: Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten. Die eigene Lebensgeschichte kreativ schreiben, Berlin 1996
Lutz von Werder ist einer der „Urväter“ des Kreativen Schreibens in Deutschland und hat sich schon früh mit der heilenden Wirkung des Schreibens beschäftigt.

Petzhold, Hilarion, Ilse Oth (Hrsg.): Poesie und Therapie. Über die Heilkraft der Sprache. Poesietherapie, Bibliotherapie, Literarische Werkstätten. Bielefeld und Locarno: Edition Sirius, 2005
Ein Klassiker der Schreibtherapie – interdisziplinär vernetzt mit Kunsttheorie.